Mercedes-Benz EQC – Arroganz auf Rädern

Fangen wir mit der Realität an: Seit dem 1.September 2017 gilt das WLTP-Messverfahren, aber Daimler gibt beim Mercedes-Benz EQC die Reichweite im alten und unrealistischerem NEFZ-Verfahren an um eine höhere Kilometer-Zahl auf Papier schreiben zu können – das ist zumindest arrogant und täuscht zudem potenzielle Kunden.

Weiterhin frägt man sich was der EQC besser kann als zum Beispiel ein in die Jahre gekommener Tesla X und man findet nicht viel: Reichweite geringer und Gewicht höher bei vergleichbarer Batterie, Beschleunigung geringer bei vergleichbarem Motor, Höchstgeschwindigkeit gedrosselt auf 180km/h, … also die technischen Werte sind es wohl nicht die überzeugen können – und wohl gemerkt, wir vergleichen hier ein Tesla Fahrzeug welches seit 2015 verkauft wird mit, einem Mercedes-Benz den es frühestens Mitte/Ende 2019 zu Kaufen gibt.

Fokussiert man sich in Stuttgart also auf Details wie Batteriekühlung und Sicherheit des Fahrzeuges, als ob andere Hersteller darauf verzichten könnten.

Mein Tip an den Hersteller und potenzielle Kunden, erstmal ausliefern, Test-fahren (ggf. auch im WLTP-Verfahren) und dann weiter sehen, bzw. umsehen was es sonst noch so gibt, denn Innovation ist in diesem Fahrzeug kaum zu finden – aber vermutlich sind das auch nicht die entsprechenden Käuferschichten die Daimler anspricht…

PS: Liebe Mercedes-Benz PR-Abteilung, eine Pressemitteilung zu einem Auto (keinem Raumschiff!) mit 68 Seiten ist eine Zumutung.